
KI mit „menschlichem touch“ – MetisMotion @ automatica 2025
Auf der diesjährigen Automatica in München stellte MetisMotion eine Frage, die die Besucher innehalten ließ:
„Was wäre, wenn ein Aktuator die Hand der KI in der realen Welt sein könnte?“
Die Antwort könnte unsere Sichtweise auf die Robotik für immer verändern.
Eine einfache Frage – mit gewaltigen Auswirkungen. Denn in der Robotik ist die „Hand“ weit mehr als nur ein Werkzeug.
Sie ist die Brücke zwischen digitaler Intelligenz und der physischen Welt. Der Punkt, an dem Algorithmen Realität berühren.
Und genau diese Brücke ist derzeit brüchig.
Heutige elektrische Antriebe glänzen entweder durch Stärke, Präzision oder Anpassungsfähigkeit – aber selten in allen drei Disziplinen zugleich. Dieses Dilemma schränkt die Möglichkeiten ein, wie Roboter mit ihrer Umgebung interagieren. Sie sind entweder kräftig, aber grob, oder präzise, aber empfindlich.
Menschliche Geschicklichkeit bleibt so unerreichbar. Solange wir diese Einschränkung nicht überwinden, werden Roboter, die sich wie Menschen bewegen und reagieren, ein fernes Ziel bleiben.

Für humanoide Robotik braucht es einen weiteren Sprung. Die Bewegung des Menschen basiert auf vielen Muskeln, die koordiniert und verteilt zusammenarbeiten – 640 an der Zahl, jeder mit seinem Beitrag zu Feinmotorik, Kraft und Stabilität. Die meisten Roboter verfügen heute über weniger als zehn Aktuatoren und müssen daher bei Bewegungsfreiheit, Geschicklichkeit und Kraft Kompromisse eingehen. Durch die Integration mehrerer Aktuatoren in ein einziges, kompaktes System ermöglicht naXture, deutlich einfacher „Muskeln“ in einen humanoiden Körper zu integrieren – ohne unnötiges Volumen oder Komplexität und ohne Einbußen bei der Effizienz. Diese Dichte an Aktuatoren und Integrationsfähigkeit ist entscheidend, um eine flüssige, reaktionsschnelle, menschenähnliche Bewegung zu erreichen.
Genau hier setzt naXture an. Inspiriert vom Funktionsprinzip menschlicher Muskeln, bietet es eine bislang unerreichte Kombination aus Vielseitigkeit und Effizienz. Es kann ein rohes Ei halten, ohne es zu zerbrechen – und dennoch genug Kraft aufbringen, um einen Presslufthammer zu bedienen, ohne das Ei zu beschädigen – oder selbst kaputt zu gehen. Wie der biologische Muskel kann naXture seine Impedanz (Steifigkeit) problemlos anpassen und so Stärke mit Feingefühl verbinden.
Auf der automatica zeigten wir dies mit einem Drei-Finger-Greifer, der vier Aktuatoren in einer kompakten Bauform vereint. Diese Fähigkeit – kompakte, mehrfache Aktuatorintegration – könnte das fehlende Puzzlestück für wirklich leistungsfähige humanoide Roboter sein.
Wenn wir wollen, dass Roboter die Geschicklichkeit des Menschen erreichen, müssen wir Antriebstechnik neu denken. Mit naXture ist die Antwort auf die Frage
„Was wäre, wenn ein Aktuator die Hand der KI in der realen Welt sein könnte?“
klar: Er kann es – und er ist bereits hier.
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